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Wer war Caroline Charrière?
Caroline Charrière als Kind, um 1965

Caroline Charrière (1960–2018) gehört zu den ersten Frauen in der Schweiz, die vom Komponieren leben konnten. Sie war Flötistin, Chor- und Orchesterleiterin sowie Musikpädagogin. Ab ihrem vierzigsten Lebensjahr widmete sie sich hauptsächlich dem Komponieren.

Sechs Jahre lang arbeitete sie mit dem Théâtre des Osses zusammen. 2008 erhielt sie mit ihrem Werk Flowers den dritten Preis beim Wettbewerb Label Suisse. Anima mea wurde 2010 im Rahmen des Lucerne Festival uraufgeführt. 2017 wurde ihr ein Aufenthalt im Atelier Tinguely an der Cité des Arts in Paris zugesprochen. Dort arbeitete sie an ihrem Projekt Passion universelle.

Zu einer Zeit, als Komponistinnen in Konzertprogrammen und im Radio noch immer eine Ausnahme waren, setzte sich die Freiburgerin und Tochter eines Schreiners in ihrer Musik mit Themen auseinander, die sie ein Leben lang beschäftigten: die Seele, der Humor und die Revolte.

In Rivolta erhob sie ihre Stimme gegen das organisierte Verbrechen. Für De Sancta Maria fand sie Trost und Inspiration in den Sequenzen Hildegards von Bingen. Als leidenschaftliche Leserin und Liebhaberin der Poesie vertonte sie Gedichte in sieben Sprachen und fühlte sich insbesondere Emily Dickinson und Marguerite Burnat-Provins verbunden. Auch Comics gehörten zu ihren Leidenschaften: Le cow-boy et la double-crème widmete sie Lucky Luke.

Ihre Musik wird regelmässig in der Schweiz und im Ausland aufgeführt.

Auszug aus der Biografie
Caroline Charrière, composer pour dire vrai
Irène Minder-Jeanneret, 2024
Das Werk entdecken

Entdecken Sie Caroline Charrières musikalisches Schaffen: ihr Werkverzeichnis auf Fri-Memoria, ihren in der Kantons- und Universitätsbibliothek Freiburg aufbewahrten Nachlass sowie die bei den Musikverlagen BIM (Marc Reift) und Henry:Labatiaz erschienenen Notenausgaben.

Der Chœur de Jade

Der Chœur de Jade wurde 1991 von Caroline Charrière und einigen Freundinnen gegründet und gehört zu den ersten Frauenensembles der Schweiz.

Sein Repertoire reicht von der Renaissance bis zur Musik des 20. und 21. Jahrhunderts und umfasst sowohl A-cappella-Werke als auch Kompositionen mit Instrumentalbegleitung. Daneben singt der Chœur de Jade Volkslieder aus dem Kanton Freiburg und anderen Regionen sowie Kompositionen von Caroline Charrière.

Caroline Charrière leitete den Chor bis zu ihrem Tod. 2019 übernahm Céline Latour Monnier die musikalische Leitung.

Der Chœur de Jade mit Charrière, Freiburg 2001

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